
- Felix Roman Siefritz (Bistum Augsburg, IV. Kurs)
Dies war die wichtigste Frage in meinem bisherigen Berufsleben.
Der Beruf des Uhrmachers bereitete mir viel Freude und ich übte ihn mit Leidenschaft aus.
Doch tief in mir brannte ein Feuer, eine Sehnsucht nach mehr.
Seit meiner Kindheit regt sich in meinem Herzen der Wunsch, Priester zu werden.
Meine Eltern lebten mir einen zwanglosen, tiefen Glauben vor, verwurzelt in kirchlicher Tradition. Als Ministrant faszinierte mich der Dienst am Altar und die Feier der Liturgie.
Nach der mittleren Reife beschloss ich, zuerst einen Beruf zu erlernen. Im Nachhinein betrachtet war dies eine sehr gute Entscheidung. Ich lernte in diesen Jahren viel für mein Leben und ich denke, es schadet einem auch später als Pfarrer nichts, etwas "Handfestes" erlernt zu haben.
Nun habe ich im wahrsten Sinne den Uhrmachermantel an den Nagel gehängt, um dem sanften und doch über so viele Jahre hatnäckigen Ruf des Herrn zu folgen.
Mit dem Psalmisten sage ich zu GOTT: "Du zeigst mir den Pfad zum Leben. Vor Deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle." (Ps 16,11)
Das "Rezept" für ein erfülltes Leben liegt meines Erachtens darin, sich von Gott diesen Pfad zeigen zu lassen und diesem mit SEINER Hilfe zu folgen.