Hausforum mit Pater Friedhelm Mennekes SJ

10.11.2016

 

"Der Priester ist ein Künstler!", so Pater Mennekes, der das Studienhaus im Rahmen eines Hausforums besuchte. Der Jesuit, der vor allem durch sein Wirken in der deutschen und internationalen Kunstszene berühmt geworden ist, nutzte die Gelegenheit, einmal nicht über Kunst zu sprechen. Vielmehr standen seine Vita und seine Ideen von Gemeindeleben im Mittelpunkt des Abends. Er selbst bezeichnet sich auch als Spätberufener, denn bevor er sein Abitur nachholte und dem Jesuitenorden beitrat, hat er eine Lehre als Textilzuschneider in seiner Heimat im Ruhrgebiet gemacht. In diesem Zusammenhang stellte er den besonderen Wert einer Ausbildung mit der verbundenen Erfahrung im Beruf, für einen Mann der Priester werden will, heraus.
Mennekes erleuchtete in seinem Vortrag einige Schlaglichter seines Lebensweges, wie die Zeit seines Studiums oder seine ersten Erfahrungen als Kaplan in der Gemeinde. 
Natürlich beleuchtete er auch seine Beziehung zur Kunst und die sich daraus ergebenen Kunstaktionen in Kirchenräumen in Frankfurt am Main und Köln.


Im weiteren Verlauf des Abends sprach er mit den Studenten darüber, was Priester und ins besondere Pfarrer sein für ihn bedeutet. Dabei machte er Mut, sich die Fähigkeit des freien Predigens anzueignen und gerade bei besonderen Gottesdiensten und Anlässen kreativ zu sein und auch neue Wege zu begehen. Ein besonderes Augenmerk sei dabei auf die würdige Feier der Liturgie, die pädagogische Ausgestaltung der Taufe und die Katechese zur Kommunionvorbereitung.


Bei allen Aufgaben in der Pfarrei dürfe der Priester die eigene Spiritualität nicht aus den Augen verlieren und nicht aufhören seinen eigenen Weg mit Christus zu gehen. Er sieht das Pfarrer-sein selbst als spirituelles Geschehen, das viel zu wenig beachtet werde.
"Der Priester ist ein Künstler", und er solle seine Pfarrei und die dazugehörigen Menschen immer im Auge haben. Ebenso müsse er sich mit ihnen solidarisieren und das Gespür besitzen, zu wissen, was die Menschen, die einem anvertraut sind, benötigen.

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